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In Basel ist in der Nacht auf Montag ein Türsteher niedergestochen worden. In der Branche ist man besorgt: «Bewaffnete Übergriffe auf Türsteher häufen sich.»

22 Oct 2019

«Ein solcher Angriff kann aus dem Nichts passieren», sagt Lars Matti, Inhaber des Sicherheitsdienstes Titan. Die Lage in den Ausgehmeilen spitze sich zu, so Matti weiter: «Der Respekt gegenüber dem Sicherheitspersonal geht verloren.» Insbesondere bewaffnete Angriffe auf Sicherheitsleute würden sich häufen.
 

Auch diesen Montag, gegen 3.15 Uhr morgens, kam es in Basel zu einem Fall, bei dem ein Mann in der La Perla Bar mit einer Stichwaffe auf einen Türsteher losging. Der 36-jährige Sicherheitsmann wurde schwer verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

 

«Den Wind aus den Segeln nehmen»

Auch wenn das Sicherheitspersonal von Titan auf solche Fälle sensibilisiert und auf ein deeskalierendes Handeln ausgebildet werde, sei dies natürlich keine Garantie, dass solch ein Angriff nicht stattfinden könne, so Matti. «Ich habe Selbstverteidigung gemacht und kann sagen, dass Wirklichkeit und Theorie zwei Paar Schuhe sind.» In der Wirklichkeit würden bedrohliche Situationen immer wieder anders verlaufen und könnten kaum einstudiert werden.

 

Um Angriffen vorzubeugen, werde dem Sicherheitspersonal beigebracht, die Kunden immer freundlich und anständig zu behandeln, auch wenn sich diese frech oder respektlos verhielten. Ziel sei es, die möglichen Angreifer wieder «herunter zu holen» und ihnen «den Wind aus den Segeln zu nehmen», wie Matti sagt.

Die Pflicht, zu schützen

Natürlich würde dies aber nicht bei allen aggressiven Gästen gelingen und es könne sehr gefährlich werden. Da die Türsteher verpflichtet seien, die anwesenden Gäste zu schützen, bis die Polizei eintrifft, könnten sie sich selbst nicht immer in Sicherheit bringen. «Ist dann noch Messer im Spiel, kommt es bei Türstehern praktisch immer zu Verletzungen», betont Matti.

Täter von Basel flüchtig

Der Täter von Basel konnte aus der La Perla Bar fliehen, nachdem er einen Türsteher mit einer Stichwaffe schwer verletzte. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sei er in Richtung Claramatte geflohen. Trotz sofortiger Fahndung konnte er nicht festgenommen werden. Gesucht wird ein Mann im Alter von 30 bis 35 Jahren, zirka 1,90 bis 2 Meter gross, von weisser Hautfarbe und kräftiger Statur, mit kurzen, eventuell blondierten Haaren und einem Bart. Zum Tatzeitpunkt habe er eine braune Lederjacke mit Pelzumrandung, blaue Jeans und Lederschuhe getragen. Er wird als Osteuropäer beschrieben.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, sich mit der nächsten Polizeiwache oder mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft unter der Nummer 061 267 71 11 in Verbindung zu setzen.

(mhu)

 

Quelle: https://m.20min.ch/schweiz/basel/story/-ausbildung-oder-nicht--das-ist-gefaehrlich--24844426

 

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